Ökumenischer Frauenabend «Frauen um Paulus»

Donnerstag, 14. November
20.00 Uhr
Eintreffen ab 19.30 Uhr
im Pfarreizentrum St. Urban

Adventskränze gestalten

Mittwoch, 27. November
9.00 - 16.30 Uhr
Einen für sich selber und
einen für den Adventsverkauf

Pfarrei-Chilbi 2020: Kick-off/Ideensammlung

Donnerstag, 14. November
19.30 Uhr
Pfarreizentrum St. Urban

Erfolgreiche (Zwischen-)Bilanz der Fastenopferkampagne

07.04.2015

Bilanz der Ökumenischen Kampagne 2015: «Weniger für uns. Genug für alle.»: Das Thema Fleischkonsum ist noch nicht gegessen

Die Ökumenische Kampagne 2015 ging am Ostersonntag erfolgreich zu Ende. Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein zeigten die Auswirkungen von hohem Fleischkonsum und industrieller Landwirtschaft auf das Klima auf. Das kontroverse Thema wurde rege diskutiert oder mit Klimamenüs und Fastengruppen gleich praktisch angegangen.

Die industrielle Nahrungsmittelproduktion belastet das Klima mehr als Mobilität und Transporte. Die Viehzucht mit Hochleistungstieren hat ganz besonders negative Folgen. Anhand des Pouletfleischs zeigten die drei Werke Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein in der Ökumenischen Kampagne «Weniger für uns. genug für alle.» die Zusammenhänge von Überkonsum, Klima und Hunger exemplarisch auf. Neben Verkaufsaktionen etwa von Rosen oder Brot stiessen vor allem das Fasten und Veranstaltungen auf grosses Interesse. «Die Kirchgemeinden, Pfarreien und viele Freiwilligen haben die Ökumenische Kampagne zum Erfolg geführt», sagt dazu Beat Dietschy, Zentralsekretär von Brot für alle.
Unterstützung vom Bauernverband

Das Thema der Ökumenische Kampagne bewirkte unterschiedliche Reaktionen: Kritik gab es aus den Reihen der Fleischindustrie. Unterstützung erhielten die drei Werke hingegen aus der breiten Öffentlichkeit – und vom Schweizer Bauernverband: «Wir finden es gut, dass sie die Konsumenten anregen, den Nahrungsmittelverbrauch kritisch zu betrachten», sagte Präsident Markus Ritter gegenüber der NZZ am Sonntag. Er hatte richtig gesehen: Die Ökumenische Kampagne zeigte nicht nur das Problem sondern auch, wie die Schweizer Landwirtschaft heute schon einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Das Thema weniger Fleischkonsum und mehr Sorgfalt bei Futtermittelanbau und Tierhaltung bleibt aber auf dem Tisch, ist Patrick Renz, Direktor von Fastenopfer, überzeugt: «Wir müssen unser Konsumverhalten ändern, damit die Menschen im Süden weniger unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden.»

Die Ökumenische Kampagne 2015 wirkt auch sonst über Ostern hinaus. So haben Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein einen wesentlichen Anteil der rund 70 000 Unterschriften für die Klima-Petition gesammelt. Diese fordert die Schweizer Regierung zu verstärkten Massnahmen für den Klimaschutz auf. Besonders soll sie sich an der Klimakonferenz Ende Jahr in Paris für eine gerechte Finanzierung der Kosten für die Anpassung an den Klimawandel einsetzen.

In vielfältiger Weise haben die Pfarreien und Kirchgemeinden die Ökumenische Kampagne getragen und umgesetzt. So etwa die Luzerner Pfarreien, die mit einer Skulptur aus Dachlatten den Überkonsum visualisierten. Zudem haben Zehntausende Freiwilligen in der ganzen Schweiz in den letzten Wochen auf die Ökumenische Kampagne aufmerksam gemacht, Unterschriften für die Klimapetition gesammelt, Rosen verkauft, Suppentage organisiert und Spenden erwirkt.
www.sehen-und-handeln.ch

Die Ökumenische Kampagne in Kürze
Brot für alle (reformiert) und Fastenopfer (katholisch) führen seit 1969 jährlich eine Ökumenische Kampagne in der Fasten- oder Passionszeit durch. Seit 1994 beteiligt sich auch Partner sein, das Hilfswerk der christkatholischen Landeskirche. Die Ökumenische Kampagne hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, die weltweit zu über 800 Millionen Menschen in Hunger und Armut führen. Diese Realität zu erkennen, genügt jedoch nicht. Deshalb zeigen die drei Werke Handlungsmöglichkeiten auf: Das eigene Konsumverhalten zu verändern, Menschen in Südprojekten mit einer Spende zu unterstützen oder sich an einer Aktion zu beteiligen – so wird die Ökumenische Kampagne zum Inbegriff der gelebten Solidarität.
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