
St. Urban - eine runde Sache
Wer mit einem Helikopter über unsere Kirche flöge, der könnte sehen, dass sie von oben wie ein Kreuz aussieht. Aber wer sieht das schon?
Wer unser Pfarreizentrum von der Seite betrachtet, dem kommt es sehr zusammengewürfelt vor: kein Raum wie der andere, keine Wand wie die andere. Aber wer denkt darüber schon nach?
Aber wer in unsere Kirche eintritt, der bemerkt vor allem die vielen runden Formen: ein runder Altar, der wirklich so etwas ist wie ein runder Tisch, an dem alle Platz haben. Ein runder Tabernakel, der an den runden Globus erinnert, auf dem wir alle leben – und der uns in unserer globalisierten Welt immer kleiner vorkommt. Ein rundes „ewiges Licht“, das transparent ist nach allen Seiten, das von überall gesehen werden kann und das nach überall ausstrahlen kann.
Rund – das ist eine vollkommene Form.
Rund – das bedeutet offen nach allen Seiten.
Rund – das heisst: Niemand steht abseits, sondern alle sind willkommen und gehören dazu.
All das ist also unserer Kirche (dem Gebäude) von der Architektur her genetisch mitgegeben worden. All das ist unserer Kirche (unserer Glaubensgemeinschaft) von ihrem Ursprung her genetisch mitgegeben worden.
Und noch etwas ist ihr genetisch mitgegeben worden: Unsere Kirche ist nämlich so rund oder auch so eckig wie das, was in ihr durch uns alle passiert. Das ist der Grund, weshalb wir uns jedes Jahr ein Jahresthema geben.
2010 heisst es: Schuhe statt Stühle!
Und so wünsche ich uns allen für dieses Jahr viele gute Erfahrungen von Verbundenheit: im Glauben und im Handeln.
Ingo Bäcker, Gemeindeleiter
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